St. Luzius

"Die Bibel der Armen"
in der St. Luzius Kapelle auf dem Kirchhügel von Schmitten
ein ganz besonderer Kulturausflug ins Bündner Albulatal
 
 
 
Das romanische Kirchlein ist ums Jahr 800 entstanden, die Fresken stammen aus dem Mittelalter. Bis ins 14. Jahrhundert war die "St. Luzius Kapelle" Pfarrkirche der Gemeinden Wiesen, Schmitten und Alvaneu. Mit dem Bau der grösseren Kirche "Allerheiligen" im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts, wurde "St. Luzius" zur Friedhofskapelle umfunktioniert, später als Beinhaus und sogar als Abstellraum verwendet.  
 
Die wenigen Familien, die nach der Reformation in Davos noch der katholischen Konfession angehörten, wurden bis ins 19. Jahrhundert von Schmitten aus betreut. 
 
Die Fresken in der "St. Luzius Kapelle haben eine magische Kraft. Sie laden ein, in diesem schlichten Raum zu verweilen. 
Ein Ort der Stille, der Geborgenheit.
 
Vor unseren Augen ist die "Bibel der Armen" weit und grosszügig aufgeschlagen. Die "Bibel der Armen", so nannte man und nennt man gerne die Fresken und Bilder in Kirchen, die das christliche Glaubensgut mit Szenen aus der Bibel darstellen. Als man diese Bilder schuf, konnte kaum jemand der Kirchgänger lesen.
Diese Analphabeten waren wohl arm im Sinne der Schulung nach heutigem Begriff, aber sie waren reich und gebildet im Herzen und liessen sich in ihrem Hunger nach der christlichen frohen Botschaft von diesen Bildern ansprechen, belehren und zum Gebet stimmen.  
 
Textquelle und Bild aus der Tonbildschau und Broschüre "Die Bibel der Armen"
von Sigi Bergamin, Davos, und Giusep Cathomas, Rabius.
Patronat: "Freunde von Schmitten"